Unsere Mitgliederversammlung begannen wir wie immer pünktlich um 19.30 Uhr, diesmal wieder im „ Dorint An der Messe Köln“.

Zu Ehren der seit der letzten Versammlung verstorbenen Mitglieder:

Joachim Braß, Manfred Dachrodt, Dr. Anneliese Geisler, Prof. Gerhard Herkenrath, Heinriette Käller, Ewald Koll, Hermine Müller-Bachem, Marianne Münch, Anni und Franz Waffenschmidt, Dr. Heike Warsch, Franz Wolf und Margrit Zimmermann

erhoben sich die 22 anwesenden Mitglieder von ihren Plätzen.


Bevor wir in die eigentliche Tagesordnung einstiegen, wurden, wie in jedem Jahr, die anwesenden Vorstandsmitglieder und ihre Aufgabengebiete vorgestellt. Zudem wurde festgestellt, dass die Einladung zur diesjährigen Mitgliederversammlung form- und fristgerecht erfolgte und Einwendungen und Anträge auf Ergänzung zur Tagesordnung nicht vorlagen, mit Ausnahme eines Antrages von Herrn Josef Althaus zu TOP 8.


Es folgte zu TOP 1 der Bericht des Vorstandes zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2017:
Es wurden drei kulturelle Veranstaltungen mit 115 Gästen und fünf gesellige Veranstaltungen mit 750 Teilnehmern durchgeführt. Herr Melles bemängelte die rückläufigen Besucherzahlen, insbesondere, dass die eigenen Mitglieder nicht mehr so zahlreich zu den Veranstaltungen kamen. Er führte die Besucherzahlen der einzelnen Programmpunkte im Vergleich zu 2016 auf. Besonders bedauerlich wurde empfunden, dass sogar eine Veranstaltung - der Besuch des Rotweinwanderwegs mit entsprechender Verköstigung - wegen nur fünf Anmeldungen abgesagt werden musste. Positiv wurde dagegen die Führung „Dom bei Nacht“ angenommen, die aufgrund der regen Nachfrage sogar am 06.10.2017 wiederholt wurde. Obgleich die Bürgergesellschaft Jahr für Jahr tolle Programmpunkte anbietet, ist festzuhalten, dass es immer schwieriger wird, Mitglieder und Gäste zu motivieren, was dem Vorstand und dem Kulturkreis die Arbeit enorm erschwert. 

An der Karnevalssitzung 2017 nahmen 319 Personen teil (im Jahr 2016 waren es im Vergleich hierzu noch 378 Gäste). Der Vorstand wies - wie im vergangenen Jahr - auf die Problematik derart geringer Teilnehmerzahlen und die entsprechenden Auswirkungen hin. Die vom Vorstand beschlossenen und auf der Mitgliederversammlung 2017 verkündeten Gegenmaßnahmen (es wird zukünftig nur noch eine gemeinsame Sitzung zusammen mit der Karnevalsgesellschaft „Die Isenburger“ geben) hat bereits 2018 gezeigt, dass die richtigen Schritte eingeleitet wurden.


Besonderen Erfolg hatten wir mit der Verleihung des Ohrenordens an Wolfgang Niedecken. Kamen nicht nur der Preisträger und das Rahmenprogramm bei unseren Gästen besonders gut an, konnten wir auf Wunsch von Wolfgang Niedecken dem vom ihm initiierten Projekt Rebound aus dem Reinerlös des Abends eine Spende in Höhe von € 10.567,-- machen. Dies war das bislang höchste Spendenergebnis, das je aus einer Verleihung des Ohrenordens erzielt werden konnte. Ein ganz besonderer Dank wurde nochmals Frau Arentz für ihre Zusage ausgesprochen, dass die Bürgergesellschaft Köln auch zukünftig im Namen ihres verstorbenen Ehemannes Kurt den Ohrenorden verleihen darf.
Herr Melles informierte gleichzeitig über den Termin der Ordensverleihung 2018 und den vorgesehenen Preisträger.

Ein ganz besonderer Dank galt nochmals allen Sponsoren und Spendern, die es uns ermöglicht haben, unseren Mitgliedern und Gästen auch in 2017 ein sehr ansprechendes Programm zu präsentieren.

Gleicher Dank ging auch an die Damen des Kulturkreises, namentlich Elsbeth Weilberg-Busse, Bettina Bröker und Andrea Breuer für die erneute hervorragende Planung unseres Jahresprogramms.


Als nächstes kam der Unterzeichner auf die Mitgliederentwicklung zu sprechen.
Per 31.12.2017 beträgt der Bestand an Einzelmitgliedschaften 110 (minus 11 zu 2016), an Familienmitgliedschaften 96 (minus 6 zu 2016), bei 17 Ehrenmitgliedschaften (minus 4 zu 2016). Wie schon in den Vorjahren zeigt sich leider auch hier wieder der sich verfestigende Trend, den Ausfall älterer Mitglieder durch Tod oder Krankheit nicht durch die Aufnahme von Neumitgliedern ausgleichen zu können. Der Berichterstatter wies nochmals eindringlich auf die Formel hin, dass wir keine Wachstumsprobleme hätten, wenn jedes Mitglied nur ein weiteres Neumitglied einbringen würde. Obgleich die Bürgergesellschaft ein ganzjähriges ansprechendes Programm anbietet, bleibt festzuhalten, dass es in der heutigen Zeit immer schwieriger wird, neue Mitglieder zu finden.
Der Vorstand denkt daher darüber nach, u.U. sogar professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, um das Image der Gesellschaft nach außen zu modernisieren und Interessierte besser auf uns aufmerksam zu machen. Er wird jedoch auch ständig sich selbst hinterfragen müssen, inwieweit er mit seinen Programmpunkten die Bedürfnisse der Mitglieder anspricht. Dabei - und darauf wies der Berichterstatter deutlich hin - sind die täglichen bürokratischen Anforderungen ständig gestiegen. So hat das Thema „Datenschutz“ viel Zeit in Anspruch genommen, die man sicherlich sinnvoller hätte einsetzen können.


Abschließend wurden unsere Mitglieder auf den aktuellen Stand des Verjährungseinredeverzichts der Stadt Köln und der KVB und der Kooperationsvereinbarung mit der Stadt Köln zur gerichtlichen Geltendmachung unserer Ansprüche als Leihgeber im Zusammenhang mit dem Einsturz des Stadtarchivs gebracht und nochmals Uli Linnenberg gedankt, der diese Themen im Jahr 2012 für die Bürgergesellschaft Köln federführend mit der Stadt Köln verhandelt hatte.


Anschließend kamen wir zu unseren nächsten Tagesordnungspunkten:

Unser Schatzmeister, Herr Klaus Grätzer, erläuterte den Kassenbericht per 31.12.2017 nebst der steuerlichen Gewinn- und Verlustrechnung. Das Jahr 2017 wurde mit einem geringen Verlust abgeschlossen, was Herr Grätzer insbesondere mit dem schlechten Ergebnis der Karnevalssitzung begründete. Für 2018 sei nach seiner Einschätzung dieses Ergebnis nicht mehr zu erwarten, da die vorläufige Abrechnung der ersten gemeinsamen Sitzung mit den Isenburgern ein - erstmals seit vielen Jahren zumindest - ausgeglichenes Ergebnis erwarten lasse. Von den Mitgliedern gestellte Fragen wurden ausführlich und hinreichend beantwortet.

Der Berichterstatter wies nochmals auf die Transparenz unserer Kassenführung und Finanzzahlen für alle Mitglieder hin, u.a. auf die Möglichkeit, vor der Versammlung den Kassenbericht in den Geschäftsräumen unseres Schatzmeisters einzusehen. Alle Ausgabenpositionen werden ständig einer kritischen Prüfung durch den Vorstand unterzogen.

Die auf der letztjährigen Mitgliederversammlung gewählten Kassenprüfer, Jo Billstein und Dirk Schulze, hatten die Kassenprüfung durchgeführt und deren Ordnungsgemäßheit festgestellt. Herr Schulze erstattete den anwesenden Mitgliedern ihren Bericht, der keine Beanstandungen an der Ordnungsgemäßheit der Buchführung enthielt. Daraufhin wurde Klaus Grätzer von den anwesenden Mitgliedern, bei eigener Stimmenthaltung, einstimmig entlastet.

Die notwendige Entlastung des Vorstandes erfolgte als nächster Tagesordnungspunkt auf Antrag von Herrn Heinz-Otto Schmitz-Pranghe einstimmig, wobei sich die Mitglieder des Vorstandes der Stimme enthielten. Den anwesenden Vorstandsmitgliedern habe ich für die geleistete Arbeit und den Mitgliedern für das entgegengebrachte Vertrauen gedankt.


In diesem Jahr schieden turnusmäßig Herr Dirk Kohler und Herr Michael Melles aus dem Vorstand aus. Die vom Vorstand vorgeschlagene Wiederwahl erfolgte unter Verzicht auf geheime Wahl in getrennten Wahlgängen bei eigener Enthaltung der Betroffenen einstimmig. Anschließend wählten die anwesenden Mitglieder unter Verzicht auf geheime Abstimmung auf Antrag der Vorstandsmitglieder Herrn Jörg Hundgeburth in den Vorstand.
Herr Hundgeburth wird in erster Linie für das Thema Datenschutz und Mitgliederakquise zuständig sein und wie in der Vergangenheit die Bürgergesellschaft auf diversen externen Veranstaltungen mit unserem Plaggen vertreten.

Herr Dirk Schulze und Herr Jo Billstein wurden anschließend als Kassenprüfer gewählt.


Unter Punkt 8 der Tagesordnung galt es über die Beitragshöhe für das Jahr 2019 zu entscheiden. Die Versammlung beschloss, die Beitragshöhe auch in 2019 unverändert zu lassen. Auf Antrag eines Mitgliedes wurde darüber diskutiert, ob der Beitrag für Mitglieder ab einer 50-jährigen Zugehörigkeit konstant belassen werden kann oder ob man diesen Mitgliedern sogar den Beitrag erlassen könne. Nach kurzer Diskussion wurde beschlossen, dass der Vorstand sich zunächst intern mit diesem Thema befassen und auf der nächstjährigen Mitgliederversammlung berichtet werden soll.

Unter dem Punkt „Verschiedenes“ wurden noch folgende Themen behandelt:

Der Unterzeichner dankte Claudia Assenheimer und Dirk Kohler für die Erstellung des jährlichen Bürgerbriefes, der mit einem großen Arbeitsumfang verbunden ist. Er dankte auch Caroline Hamacher-Linnenberg und Uli Linnenberg für deren historische Beiträge im Bürgerbrief.

Nochmals wurde intensiv das Thema „Karnevalssitzung“ erörtert. Wie bereits auf der letztjährigen Mitgliederversammlung angekündigt, hatte der Vorstand aufgrund des negativen Ergebnisses für 2017 beschlossen, im Jahr 2018 erstmals eine gemeinsame Sitzung mit der KG „Die Isenburger Köln-Holweide 1974 e.V.“ am 20.01.2018 im Dorint An der Messe Köln durchzuführen. Da Sitzungsprogramme mit zwei Jahren Vorlauf geplant werden müssen, hat der Vorstand nach Durchführung der Sitzung 2018 beschlossen, die Zusammenarbeit mit der KG „Die Isenburger“ auch 2020 fortzusetzen. Die Zusammenarbeit war in 2018 absolut einvernehmlich und die anwesenden Gäste haben eine tolle und ansprechende Sitzung erleben können. Herr Melles gab nochmal den Hinweis, sich zeitnah für die Sitzung 2019 anzumelden. Die Isenburger hätten bereits für diese Sitzung ihr Kartenkontingent nahezu verkauft.

Herr Melles berichtete über die bedauerliche Absage des Festkomitees Kölner Karneval, die es uns nicht möglich machte, 2018 am Kölner Rosenmontagszug teilzunehmen. Er wird in dieser Sache jedoch nochmals beim Festkomitee vorstellig werden.

Herr Melles berichtete abschließend über den Sachstand unserer nicht mehr aktuellen Homepage, die Anforderungen der EU-Datenschutzgrundverordnung und die Situation des Senatshotels, in dem wir immer noch unseren Büroraum haben. Derzeit wird nach einem Lagerraum gesucht, in dem wir zumindest für die Zeit des Umbaus unseren Bestand unterstellen können. Herr Kohler und Herr Melles versuchen weiterhin bei dem Eigentümer der Immobilie zu erreichen, dass die Bürgergesellschaft auch nach dem Umbau des Senatshotels einen Büroraum anmieten kann, um auch weiterhin hier den Sitz der Gesellschaft zu haben. Ob dies aber möglich sein wird, ist derzeit noch vollkommen offen.
Abschließend wurde nochmals allen Sponsoren, freiwilligen Helfern und sonstigen Unterstützern unserer Bürgergesellschaft gedankt.

Mangels weiterer Meldungen wurde die Versammlung gegen 21.00 Uhr beendet und wir konnten uns in gemütlicher Runde einem guten Essen bei netten Gesprächen zuwenden.

Michael Melles