Mitgliederversammlung am 10. Mai 2016
Der Jahresrückblick auf 2015

Unsere Mitgliederversammlung begannen wir wie immer pünktlich um 19.30 Uhr, diesmal in der „Residenz am Dom“.

Zu Ehren der seit der letzten Versammlung verstorbenen Mitglieder:

Frau Dr. Christa Meyer und Herr Pfarrer Dr. Hamelbeck

erhoben sich die 28 anwesenden Mitglieder von ihren Plätzen.

Bevor wir in die eigentliche Tagesordnung einstiegen, wurden, wie in jedem Jahr, die anwesenden Vorstandsmitglieder und ihre Aufgabengebiete vorgestellt. Zudem wurde festgestellt, dass die Einladung zur diesjährigen Mitgliederversammlung form- und fristgerecht erfolgte und Einwendungen und Anträge auf Ergänzung zur Tagesordnung nicht vorlagen.

Es folgte zu TOP 1 der Bericht des Vorstandes zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2015:
Bei unseren fünf kulturellen Veranstaltungen konnten wir 223 und bei den fünf geselligen Veranstaltungen 1.049 Teilnehmer begrüßen. Verglichen mit 2014 konnten wir damit ein Besucherplus von ca. 200 Gästen verzeichnen, was uns sehr zufrieden stellt. Dabei konnten wir 2015 erneut feststellen, dass unser traditionelles Fischessen und der Kölsche Ovend immer stärker nachgefragt werden und wir mit der Art der Durchführung, insbesondere was den Kölschen Ovend betrifft, mit den vorgenommenen Änderungen unser Publikum mehr ansprechen als in der Vergangenheit.

Bei der Verleihung des Ohrenordens an Frank Elstner hatten wir mit einem besonders großen Problem zu kämpfen: Die angekündigte Demonstration der Hogesa mit ihren Gegendemonstrationen hielt einen Großteil unserer angemeldeten Besucher ab, sich auf dem Weg nach Deutz zu machen. Diejenigen, die gleichwohl gekommen waren, erlebten eine tolle Veranstaltung mit einem großartigen Preisträger. Leider mussten wir aber auch 2015 feststellen, dass wie in den vergangenen Jahren immer mehr Gäste als Mitglieder erscheinen. Sehr erfreulich dagegen war das Spendenaufkommen aus dieser Veranstaltung, so dass anlässlich des Kölschen Ovend 2016 an die Rheinflanke eine Spende aus dem Reinerlös über 8.485,66 € übergeben werden konnte. Ein ganz besonderer Dank wurde nochmals Frau Arentz für ihre Zusage ausgesprochen, dass die Bürgergesellschaft Köln auch zukünftig im Namen ihres verstorbenen Ehemannes den Ohrenorden verleihen darf.

Leider mussten wir 2015 feststellen, dass trotz positiver Anzeichen in den Vorjahren unsere Karnevalssitzung nicht den erhofften Zuspruch erhielt. Gerade 452 Gäste konnten wir im Dorint begrüßen. Und auch hier stellte sich leider heraus, dass der Großteil der Besucher keine Mitglieder der Bürgergesellschaft Köln waren. Bei ständig steigenden Kosten hat der Vorstand daher beschlossen, den zwangsläufig mit zu geringer Besucherzahl verbundenen finanziellen Verlust aus dieser Veranstaltung nicht mehr hinzunehmen. Da wir als Mitglied im Festkomitee Kölner Karneval jedoch verpflichtet sind, eine karnevalistische Veranstaltung zu machen, wird für das Jahr 2018 (2017 sind die Verträge für die Sitzung am 19.02.2017 bereits unterzeichnet) über eine Alternative nachgedacht. Der Vorstand überlegt, mit einer anderen Karnevalsgesellschaft eine gemeinsame Sitzung zu machen.

Ein ganz besonderer Dank galt nochmals allen Sponsoren und Spendern, die es uns ermöglicht haben, auch in 2015 ein sehr ansprechendes Programm unseren Mitgliedern und Gästen zu präsentieren. Gleichwohl müssen wir das Thema „Sponsoring“ noch verstärkter angehen, da die Kosten für attraktive Veranstaltung ständig steigen.

Gleicher Dank ging auch an die Damen des Kulturkreises, namentlich Martina Wipperfürth, Elsbeth Weilberg-Busse, Elke Kamp-Kill und Andrea Breuer für die erneute hervorragende Planung unseres Jahresprogramms.

Als nächstes kam der Unterzeichner auf die Mitgliederentwicklung zu sprechen.
Was sich bereits in den vergangenen Jahren angedeutet hatte, hat sich 2015 massiv fortgesetzt. Wir können den Ausfall älterer Mitglieder durch Tod oder Krankheit nicht durch neue Mitgliedschaften auffangen. Die Bürgergesellschaft Köln hatte zum 31.12.2015 130 Einzel-, 105 Familien- und 22 Ehrenmitgliedschaften. Damit gab es im Vergleich zum 31.12.2014 zwar einen Anstieg von 15 Einzel-, jedoch einen Rückgang von 22 Familienmitgliedschaften. Wenn sich dieser Trend auch in anderen Gesellschaften vollzieht, so kann uns das nicht zufrieden stellen. Jedes anwesende Mitglied wurde erneut gebeten, für unsere Gesellschaft zu werben und Interessierte zu unseren Veranstaltungen einzuladen.

Abschließend wurden unsere Mitglieder auf den aktuellen Stand des Verjährungseinredeverzichts der Stadt Köln und der KVB und der Kooperationsvereinbarung mit der Stadt Köln zur gerichtlichen Geltendmachung unserer Ansprüche als Leihgeber im Zusammenhang mit dem Einsturz des Stadtarchivs gebracht, und nochmals Uli Linnenberg gedankt, der diese Themen im Jahr 2012 für die Bürgergesellschaft Köln federführend verhandelt hatte.

Anschließend kamen wir zu unseren nächsten Tagesordnungspunkten:

Unser Schatzmeister, Herr Klaus Grätzer, erläuterte den Kassenbericht per 31.12.2015 nebst der steuerlichen Gewinn- und Verlustrechnung. Von den Mitgliedern gestellte Fragen wurden ausführlich und hinreichend beantwortet.

Der Unterzeichner wies nochmals auf die Transparenz unserer Kassenführung und Finanzzahlen für alle Mitglieder hin, u. a. auf die Möglichkeit, vor der Versammlung den Kassenbericht in den Geschäftsräumen unseres Schatzmeisters einzusehen. Alle Ausgabenpositionen werden ständig einer kritischen Prüfung durch den Vorstand unterzogen. Aus diesem Grund sollen zukünftig die Einladungen - soweit möglich und gewünscht - nur noch per Mail verschickt werden. Lediglich die Einladung zur Karnevalssitzung und zum Ohrenorden erfolgen auch zukünftig in Briefform.

Die auf der letztjährigen Mitgliederversammlung  gewählte Kassenprüferin, Frau Elsbeth Weilberg-Busse, hatte zusammen mit Herrn Dirk Schulze die Kassenprüfung durchgeführt und deren Ordnungsgemäßheit festgestellt. Herr Schulze erstattete den anwesenden Mitgliedern ihren Bericht, der keine Beanstandungen an der Ordnungsgemäßheit der Buchführung enthielt. Daraufhin wurde Klaus Grätzer von den anwesenden Mitgliedern, bei eigener Stimmenthaltung, einstimmig entlastet.

Die notwendige Entlastung des Vorstandes erfolgte als nächster Tagesordnungspunkt auf Antrag von Herrn Heinz-Otto Schmitz-Pranghe einstimmig, wobei sich auch die Mitglieder des Vorstandes der Stimme enthielten. Den anwesenden Vorstandsmitgliedern habe ich für die geleistete Arbeit und den Mitgliedern für das entgegengebrachte Vertrauen gedankt.

In diesem Jahr schieden turnusmäßig Frau Martina Wipperfürth, Klaus Grätzer und Herr Josef Schiffeler aus dem Vorstand aus.

Martina Wipperfürth und Josef Schiffeler hatten bereits im Vorfeld mitgeteilt, aus beruflichen bzw. gesundheitlichen Gründen nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung zu stehen.

Der Vorstand bedankte sich für die sehr gute Zusammenarbeit und das außergewöhnliche Engagement beider für die Bürgergesellschaft. Der Unterzeichner dankte Josef Schiffeler für seine jahrzehntelange Arbeit im Vorstand (seit 1982, vorher seit 1967 im Festausschuss) und sprach auch Martina Wipperfürth (seit 2010) seinen persönlichen Dank aus. In diesen Dank bezog er aber auch ihren verstorbenen Ehemann, Klaus Wipperfürth, und deren Tochter Anne ein.

Herr Klaus Grätzer wurde auf Vorschlag des Vorstandes bei eigener Stimmenthaltung wiedergewählt. Anschließend wählten die Mitglieder unter Verzicht auf geheime Abstimmung auf Vorschlag des Vorstandes Frau Elsbeth Weilberg-Busse, bei eigener Stimmenthaltung, in den Vorstand.

Herr Dirk Schulze und Herr Jo Billstein wurden anschließend als Kassenprüfer gewählt.

Unter Punkt 8 der Tagesordnung galt es über die Beitragshöhe für das Jahr 2017 zu entscheiden. Die Versammlung beschloss, die Beitragshöhe unverändert zu lassen.

Unter dem Punkt „Verschiedenes“ wurden noch folgende Themen behandelt:

Der Unterzeichner dankte Dirk Kohler für die Erstellung des jährlichen Bürgerbriefes, der mit einem großen Arbeitsumfang verbunden ist. Er dankte auch Uli Linnenberg für dessen historische Beiträge im Bürgerbrief.

Mangels weiterer Meldungen wurde die Versammlung gegen 21.15 Uhr beendet und wir konnten uns in gemütlicher Runde einem guten Essen bei netten Gesprächen zuwenden.


Michael Melles

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