Am 31.01.2016 um 12.30 Uhr trafen sich die Gäste der Hapag-Lloyd Kreuzfahrten und weitere feierwillige Karnevalisten an der Bonner Beethovenhalle zum Bustransfer nach Kölle. Organisiert wurde die An- und Abreise von Hapag-Lloyd Cruises. Es war eine bunt kostümierte Gruppe aus Bonn und Umgebung, die schon häufiger über das BG Mitglied Horst Ape von der schönen Veranstaltung im Dorint Hotel an der Messe gehört hatte. Schon die Hinfahrt war sehr unterhaltsam, denn die sympathische Busfahrerin hatte nicht nur die Gäste an Bord genommen, sondern auch jede Menge karnevalistischer Lieder im Gepäck, die zur Einstimmung und zum Mitsingen einluden.

 

In einem Rutsch und einem kleinen Umweg rund um die Kölner Messe waren wir pünktlich um
14.00 Uhr am Dorint, wo wir bereits mit einem kühlen und frisch gezapften Kölsch erwartet wurden.

 

Für die knapp 30 Gäste, die zum Teil die Schiffe der Hapag-Lloyd Kreuzfahrten-Flotte und die Veranstaltungen an Bord kennen, war ein Tisch reserviert.

 

Ohne Verzögerung und pünktlich begann die Familiensitzung der Bürgergesellschaft Köln von 1863, eröffnet von Michael Melles, dem 1. Vorsitzenden. Im weiteren Verlauf führten er und Caroline Hamacher-Linnenberg im Wechsel durch das Programm.

 

Es begann mit einem absoluten Highlight, der Kindertanzgruppe „Flöhe“, die uns mit tollen Tanzeinlagen und Gesang auf einen unvergesslichen Nachmittag einstimmten. Alle waren sich einig. So jung und schon so professionell - Hut ab!!! Das verdient unseren Respekt.

 

Zum einhaken und schunkeln spielte die Kölner Kölsch-Rock-Band „Fiasko“ fetzige Songs unter dem Bandmotto: „Jetz Jöh“, das bedeutet: „immer Vollgas“. Da blieb kaum jemand auf den Bänken sitzen und wir fühlten uns schon nach der zweiten Nummer wie im Geschwindigkeitsrausch… . Eine Band, die nicht nur Power hat, sondern durch Können und mit dem Herz am richtigen Platz überzeugt.

 

Legendär sowie auf jeden Fall unverzichtbar im Kölner Karneval ist Jupp Menth als „ne Schutzmann“. Er gilt als gestandener rheinischer Karnevalist und als (verdiente) Kultfigur. Er hat dem Volk auf den Mund geschaut und gekonnt zu urkomischen Reden verdichtet, was an kölschen Theken und auf der Straße verzällt wird! Alle sind sich sicher: „Den Jupp, den wollen wir hier nie mehr missen!!!“

 

Unter der Leitung von Kommandant Markus David überraschte uns das „Tanzcorps Blaue Jungs“ mit phantastischen Choreographien, atemberaubenden Tanzeinlagen sowie spektakulären Hebefiguren. Uns blieb beinahe die Luft weg … und alle dachten, … die Saaldecke hätte nicht niedriger sein dürfen … puh - am Ende ist alles gut gegangen. Wir ziehen abermals den Hut vor diesen tollen Tänzerinnen und Tänzern.

 

Der Elferrat hat sich auch in diesem Jahr zu einer spaßigen Einlage hinreißen lassen und hatte jede Menge Lacher auf seiner Seite. Gekonnt und witzig wurde das Thema „Sommer am Fühlinger See“ umgesetzt. Der Hintergrund: der Elferrat wollte zeigen, dass im Kölner Sommer kein Platz für Karneval ist, weil die Kölner genügend andere schöne Dinge machen können. Zum Beispiel das Strandbad am Fühlinger See im Kölner Norden zu besuchen. Die „Bläck Fööss“ haben mit ihrem Song „Surfen am Fühlinger See“ in den 80er Jahren den Beginn des Surf-Hypes karikiert. Zu der Musik surften Kai Fladung und Klaus Grätzer, Schatzmeister der BG. Die Szene „Girls im Strandbad mit Taschendieb“, untermalt vom Bacardi-Song, spielten Anne Wipperfürth, Anna Scherholz und Eckhard Stein, BG-Mitglied aus Wilhelmshaven! Angela Stein und Ann - Kathrin Breuer sorgten für Cocktails am Strand Büdche. Das „harmonische“ Ehepaar im Kampf mit dem Liegestuhl waren Claudia Assenheimer und Dirk Kohler zu einer Dick & Doof-Filmmusik. Wie in jedem Jahr haben die Elferratsmitglieder die Sketche gemeinsam entwickelt. Das Thema der Kostümierung war ebenfalls „Sommer im Strandbad“, durchaus nostalgisch umgesetzt.

Gegen kurz vor 17.00 Uhr verwöhnte uns Fritz Schopps als „Et Rumpelstilzje“ mit echt kölschen Tön. Schopps studierte übrigens Mathematik, Anglistik und Geschichtswissenschaften auf Lehramt, bevor er im rheinischen Karneval zu einer nicht wegzudenkenden Instanz geworden ist. Einem breiten, (auch) überregionalen Publikum ist er durch sein Engagement im Karneval bekannt. Legendär und mitreißend ist sein Geschick, aktuelle Themen in Märchenform und kölscher Mundart zu präsentieren. Herrlich!!! Den Fritz, den wollen wir wiedersehen!!!

 

Ein weiterer Höhepunkt des Kölner Karneval ließ nicht lange auf sich warten. „Et Marita Köllner“ alias „Et fussich Julche“ überraschte nicht nur mit ihrer unvergleichlichen, sympathischen Art, ihren stimmungsvollen und vor allen Dingen stimmgewaltigen Liedern, sondern auch mit einer ganz spontanen und nie dagewesenen Aktion, an die wir uns noch gerne erinnern… . Sie holte ihren alten Bekannten Michael Hecker, Mitglied der Roten Funken, auf die Bühne und tauschte die Kopfbedeckung mit ihm, welche bei Marita Köllner en fussich Pürk wor.

 

Die Kölnische Rundschau berichtete über die Sitzung und zeigte Michael Hecker mit Bademütze zusammen mit Marita Köllner. Headline "Här Präsident mit Badekappe“. Das war natürlich falsch, aber manchem Journalisten fehlt einfach der Tiefgang. In seiner Funken-Litewka wirkte Michael Hecker durchaus „präsidial“, wollte aber sicher nicht mit Michael Melles konkurrieren!

 

Köllner wuchs im Fringsveedel auf und wirkte bereits im Alter von 10 Jahren bei Karnevalssitzungen mit. Bekannt wurde sie neben vielen (u.a. auch kritischen) Büttenreden mit dem kölschen Liedermacher Hennig Krautmacher (Höhner) und dem Song: „Denn mir sin‘ kölsche Mädcher“… Da will man doch gleich wieder schunkele... . Herrlich natürlich und mit viel Liebe sang sich Marita Köllner in unsere Herzen!

 

Dä Tuppes vom Land“: geistreich - witzig - kölsch…, so wird er im Internet beschrieben. Er steht für das Comeback der Reimrede und für humorvolle Unterhaltung.

 

Die Mädels sind ein Garant für tolle Stimmung, außergewöhnliches musikalisches Entertainment und eine ansteckende Bühnenperformance. Na, wissen Sie schon, von wem ich berichten will? Die „Funky Marys“ verstehen es, ihr Publikum - nicht nur mit Ihrem tollen Aussehen - zu fesseln. Seit dem letzten Jahr haben die Funky Marys mit dem Sessions-Hit „D.A.N.Z.E.“ eine neue musikalische Richtung eingeschlagen... . Sie luden Groß und Klein zum Mitsingen ein… .

 

Das grandiose Finale bildeten das Kölner Dreigestirn: Prinz Thomas II, Bauer Anton und Jungfrau Johann(a). Dieses Dreigestirn ist seit mehr als 50 Jahren miteinander befreundet. Aufgewachsen im Kölner Süden, sind sie mit dem kölschen Fasteleer groß geworden und irgendwann wurde dann der große Kölner Traum wahr: „Einmol zosamme et Dreijesteen sin“. Wir haben diesen Auftritt sehr genossen und können diesen Traum gut nachempfinden… .

 

Im 33. Jahr ihres Bandbestehens präsentierten sich die „Paveier“ so jung und dynamisch wie selten zuvor. Mit Ihrem Song „Leev Marie“ konnten die Paveier nicht nur den kölschen Sessions-Hit 2016 landen, sondern trafen uns mit ihren sanften und ungemein charmanten Songs mitten ins Herz…, ein fabulöses Finale!

 

Ein sehr großes Lob verdient auf jeden Fall das Orchester „ Touché“ (!), die zu jeder Zeit verstanden haben, nicht nur die zahlreichen Künstler perfekt zu begleiten, sondern auch durch Solos und dem richtigen Schwung das Publikum restlos zu begeistern.

 

Es war ein herrlicher, kurzweiliger und unterhaltsamer Nachmittag, an den wir noch lange zurückdenken werden. Eins ist ja jetzt schon klar,…wir kommen wieder - keine Frage! Schade, dass es noch sooo lang ist bis zum nächsten Jahr!

Horst Ape

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